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Spy Museum Berlin wird zum Deutschen Spionagemuseum

10 Monate nach der Eröffnung benennt sich das „Spy Museum Berlin“ in Deutsches Spionagemuseum um. Das Haus am Leipziger Platz 9 widmet sich zukünftig verstärkt seinem Bildungsauftrag.

Der Initiator des Spionagemuseums und leitende Kurator der Dauerausstellung Franz-Michael Günther kehrt in seiner alten Funktion an das Museum zurück. Neuer Direktor des Hauses ist Robert Rückel, der Gründungsdirektor des DDR-Museums.

Franz-Michael Günther (Initiator und leitender Kurator) und Robert Rückel (Direktor)

Mit der Namensänderung und der Neukonzeption des Außenauftritts geht auch eine deutliche Senkung der Eintrittspreise einher. Statt bisher 18 € für Erwachsene und 14 € ermäßigt sind es ab heute nur noch 12 € für Erwachsene und 8 € ermäßigt. Schüler im Klassenverbund zahlen zukünftig nur noch 6 € für die 3.000 Quadratmeter große Ausstellung.

„Die bisherige Führung und deren Berater verfolgten ein Hochpreiskonzept. Wir wollen nicht nur gutsituierte Touristen ansprechen, sondern alle Bevölkerungsschichten und insbesondere Berliner zu uns einladen“, begründet Direktor Robert Rückel das neue Preisgefüge. Das Deutsche Spionagemuseum wird keine Steuergelder beantragen, sondern sich aus den Eintrittsgeldern selbst finanzieren.

Gegenwartsbereich im Deutschen Spionagemuseum

In seiner Dauerausstellung zeigt das Deutsche Spionagemuseum die Geschichte der Spionage von den Babyloniern über die heiße Phase im Kalten Krieg bis zur alltäglichen Überwachung in der Gegenwart. Seltene Objekte wie eine der letzten Enigma-Chiffriermaschinen, typische Agenten-Ausrüstung wie die einzigartige CIA-Schlüsselanhänger-Kamera oder Originale aus den James-Bond-Filmen zeichnen die Ausstellung aus.

Weltweit einzigartige Multimedia-Installationen aus den Händen von Ars Electronica Solutions aus Linz lassen das Thema lebendig und erfahrbar werden: Besucher können Nachrichten codieren, ihre Geschicklichkeit im Laser-Parcours testen oder lernen, was Facebook über sie speichert. Die Ausstellung wird in naher Zukunft durch weitere Exponate und interaktive Angebote ergänzt werden.

Das Deutsche Spionagemuseum am S/U Bahnhof Potsdamer Platz hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass 19 Uhr.