Geschlossen bis 31.01.2021!

Die Sammlung des Deutschen Spionagemuseums

Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln sind die Aufgaben eines jeden Museums. Keine dieser Aufgaben ist ohne die Sammlung durchführbar, sie bildet die Grundlage für jede Museumsarbeit. In fast jedem Museum ist nur ein Bruchteil der Sammlung der Öffentlichkeit in der Dauerausstellung zugänglich, der Rest schlummert im Depot unter den Augen von Museologen und Historikern.

Das Deutsche Spionagemuseum hat eine einzigartige Sammlung von Objekten aus der Geschichte der Spionage zusammengetragen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg, ferner besitzt das Haus eine große Sammlung von Requisiten aus James Bond-Filmen. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, stellen wir an dieser Stelle ausgewählte Objekte aus unseren Sammlungsbeständen vor.

Abhörsichere Konferenzanlage

Ebenso wichtig wie das Sammeln von Informationen ist es für Geheimdienste, die eigenen Quellen und Personen vor der Spionage durch andere Dienste zu schützen. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) setzte in den 1980er-Jahren eine portable Konferenzanlage ein, die sich rasch aufbauen ließ und ein Abhören der sensiblen Gesprächsinhalte verhinderte.

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10 Pfund-Banknote „Operation Bernhard“

Im Zweiten Weltkrieg führte der Sicherheitsdienst (SD) eine gewaltige Geldfälschaktion durch: Das Ziel der „Operation Bernhard“ war es, eine große Menge an britischem Falschgeld in Umlauf zu bringen und dadurch den Wert des britischen Pfund zu mindern. Eine der 10-Pfund-Noten aus dieser Operation ist in der Dauerausstellung im Deutschen Spionagemuseum zu sehen.

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Sprach-Morse-Generator „Gerät 32620“

Damit Agenten weltweit Nachrichten erhalten konnten sendeten Geheimdienste verschlüsselte Informationen über Zahlensender. Zur Ansage der langen kryptischen Zahlenkolonnen setzte die Stasi ab den 1980er-Jahren Sprach-Morse-Generatoren ein. Ein solcher Sprach-Morse-Generator ist Bestandteil der Sammlung des Deutschen Spionagemuseums.

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Gürtelpeiler

Um einen verdeckten und mobilen Einsatz eines Funkpeilers zu ermöglichen, entwickelte die Nachrichten-Erprobungs- und Abnahmestelle der deutschen Ordnungspolizei 1942 den Gürtelpeiler, der auch von allen deutschen Geheimdiensten eingesetzt wurde. Ein Exemplar dieses seltenen Geräts ist im Deutschen Spionagemuseum zu sehen.

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Agentenfunkgerät R-353

Im Kalten Krieg entwickelten Techniker Hilfsmittel, um die Kommunikation zwischen Geheimdienst und Agent auch länderübergreifend sicherzustellen. Ein sowjetisches Funkgerät, dass speziell für diesen Zweck konstruiert wurde, findet sich in der Sammlung des Deutschen Spionagemuseums: das R-353.

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Elcrotel 4-S Verschlüsselungsgerät

Das Ver- und Entschlüsseln von Nachrichten gehörte schon immer zu den wichtigsten Disziplinen von Geheimdiensten. Der Verfassungsschutz in Berlin setzte dazu in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre ein Gerät ein, welches nun im Deutschen Spionagemuseum zu sehen ist: das Elcrotel 4-S Verschlüsselungsgerät.

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