Leipzig 1986 – Hotel Astoria
40 Jahre nach dem rätselhaften Todesfall des Bonner Regierungsbeamten Alfons Reiser in der DDR hat nun die Tochter ein Buch geschrieben. Intensive Recherchen in dieser komplizierten Gemengelage der damals deutsch-deutschen Zuständigkeiten und Ermittlungen bildeten die Grundlage für diesen Roman.
Nach dem Erscheinen im Juni 2026 hat dieses Buch einiges in Bewegung gesetzt. Der damalige Arbeitgeber von Alfons Reiser, das Landwirtschaftsministerium, unterstützt die Recherchen jetzt, hat letzte Dokumenten freigegeben – und die Kriminalpolizei in Leipzig hat den Fall überraschend wieder aufgenommen. Ein mysteriöser Fall.
Der Roman: Am 23. Juni 1986 kommt auf einer Dienstreise ein westdeutscher Regierungsbeamter unter rätselhaften Umständen im Hotel Astoria in Leipzig ums Leben. 17 Jahre später erhielt seine Familie einen seltsamen Anruf: Es sei Mord gewesen. Für den Roman beginnt die Autorin eine tiefe Recherche, eigentlich in der Hoffnung, ihre Zweifel an seinem Tod endlich ausräumen zu können. Doch das Gegenteil war der Fall. Sie taucht tief in Akten und in die deutsch-deutsche Geschichte ein, trifft den letzten Zeitzeugen, der ihren Vater kurz vor seinem Tod in der Hotelbar noch getroffen hatte. Das Buch seziert fast dokumentarisch die Ereignisse um den Tod Alfons Reisers.
Doch die zentrale Frage bleibt bis heute: War es ein Unfall oder doch ein Mord, bei dem Geheimdienste ihre Finger im Spiel hatten?
TEILNEHMER
Dr. Katrin Reiser Autorin
Dr. August Hanning BND-Präsident a.D.
Dieter Dombrowski Vorsitzender der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft
Tadeos Adam Zeitzeuge, Dolmetscher
MODERATION
Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs Politologe