Event date: 09.12.2021 20:00

Ein Flugzeugabsturz mit Folgen

Gold für den britischen Geheimdienst

Am 6. April 1966 wurden die Berliner durch die Nachricht aufgeschreckt, dass ein Flugzeug in den Stößensee gestürzt sei, im damaligen britischen Sektor. Schnell waren Rettungskräfte und britische Soldaten vor Ort. Aber auch eine Delegation der Sowjets eilte umgehend zum Absturzort, denn es handelte sich um einen neuen Kampfjet ihrer Luftwaffe. Den Russen wurde freundlich der Laufpass gegeben und die Briten begannen zu tauchen. Daraufhin bahnte sich ein ernster militärischer Konflikt an.

Die Sowjets schickten Soldaten und ein Amphibien-Fahrzeug über den Checkpoint Charlie.Der Anfang eines Thrillers aus dem Kalten Krieg. Nach einigen Wochen stand fest: Der Pilot und sein Navigator sind Helden! Sie entschieden sich für den Tod, als sie ihren defekten Abfangjäger von Wohngebieten weg direkt in den Stößensee lenkten.

Doch in und an dem Wrack entdeckten die Briten brisante militärische Geheimnisse. Ab jetzt war das System der sowjetischen Freund-Feind- Kennung nicht mehr geheim – ein herber Verlust für die sowjetische Militärführung! 50 Jahre später wertete der Historiker Bernd von Kostka gesperrte britische Geheimdienstakten aus – und veröffentlichte den ganzen Fall in dem Buch »Hauptstadt der Spione«.

 

Teilnehmer

Bernd von Kostka Historiker

Klaus Abraham Zeitzeuge, Feuerwehrtaucher

Dr. Gesine Dornblüth Journalistin

Moderation

Prof. Dr. Helmut Müller-Enbergs Politologe

 

Eintritt frei

Anmeldung erforderlich, bitte per Mail an: events@deutsches-spionagemuseum.de

Teilnahme ist nur mit Nachweis eines max. 24h alten Schnelltests oder Impf- bzw. Genesennachweis möglich.