Die graue Eminenz hinter »Agent H21«
Zwei bedeutende Agentinnen der Spionagegeschichte im 20. Jahrhundert. Die eine im Scheinwerferlicht der Weltgeschichte, die andere fast unbekannt im Schattenreich der Spionage. Mata Hari alias »Agent H21« und »Mademoiselle Docteur« alias Elsbeth Schragmüller. Was beide verbindet: sie kannten sich, doch was nahezu unbekannt
ist, »Mademoiselle Docteur« hat Mata Hari ausgebildet.
Beide Frauen begannen ihre Geheimdienst-Karriere im 1. Weltkrieg. Während die eine berühmte Agentin und Doppelagentin wurde, wurde die andere die erste leitende Mitarbeiterin des militärischen Nachrichtendienstes des deutschen Heeres. Beide Agentinnen begaben sich freiwillig in den Bereich von Spionage, Gegenspionage und Spionageabwehr. War die eine tatsächlich eine schillernde und brillante Agentin und die andere eine kühl berechnende Analytikerin? Anlass genug, eine unbekannte versus berühmte Spionagegeschichte mit zwei Historikerinnen neu zu erzählen. Und passend zur Veranstaltung: 2026 ist Mata Haris 150. Jahrestag. Und wie sieht es eigentlich heute mit Frauen in der Geheimdienstwelt aus?
Oft beschränkt sich ihre Wahrnehmung auf die »Honigfalle«. Doch hier hat sich einiges getan. Sie sind in der Spionage und Gegenspionage zentrale Akteure geworden und besetzen Führungspositionen in den deutschen Inlandsdiensten.
TEILNEHMER
Dr. Claudia Mocek, Historikerin, Autorin
Karin Feuerstein-Praßer, Historikerin, Autorin
MODERATION
Bernd Palenda, Verfassungsschutz a.D.