Wir haben wieder für Sie geöffnet!

Die Sammlung des Deutschen Spionagemuseums

Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln sind die Aufgaben eines jeden Museums. Keine dieser Aufgaben ist ohne die Sammlung durchführbar, sie bildet die Grundlage für jede Museumsarbeit. In fast jedem Museum ist nur ein Bruchteil der Sammlung der Öffentlichkeit in der Dauerausstellung zugänglich, der Rest schlummert im Depot unter den Augen von Museologen und Historikern.

Das Deutsche Spionagemuseum hat eine einzigartige Sammlung von Objekten aus der Geschichte der Spionage zusammengetragen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg, ferner besitzt das Haus eine große Sammlung von Requisiten aus James Bond-Filmen. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, stellen wir an dieser Stelle ausgewählte Objekte aus unseren Sammlungsbeständen vor.

Pistole Astra Modell 200

Waffen kommen in Geheimdienstkreisen in vielfältigen Ausführungen zum Einsatz. Einige Schusswaffen fielen so klein und handlich aus, dass eine Tarnung gar nicht nötig war – sie ließen sich im wahrsten Sinn des Wortes in der Westentasche verbergen. Zu dieser Gattung gehörte auch die Pistole Astra Modell 200. Sie wurde von 1920 bis 1967 durch das spanische Unternehmen Astra Unceta Y Compañia S.A. hergestellt.

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Lippenstiftkamera ZVOUK

Um Unterlagen unbemerkt abzufotografieren, nutzten Agenten eine Vielzahl an Tarnungen, um Spionagekameras zu verstecken. Idealerweise waren diese Tarnungen individuell auf den Agenten und sein Lebensumfeld zugeschnitten, um möglichst wenig Misstrauen zu erregen. Für weibliche Agenten entwickelte das KGB in den 1980er-Jahren eine besonders elegante Kameratarnung: Die Lippenstiftkamera ZVOUK.

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Breitbandindikator 1071

Geheimdienste sammeln nicht nur Informationen, sie arbeiten auch daran, die Spionage gegnerischer Dienste zu verhindern. Bei der Stasi wurde die Abwehr von Lauschangriffen westlicher Geheimdienste auf bestimmte Räumlichkeiten als „Maßnahme X“ bezeichnet. Um Funkwanzen „feindlicher“ Dienste aufzuspüren, setzte die Abteilung 26 in den 1970er Jahren unter anderem Wanzensuchgeräte wie den Breitbandindikator 1071 ein.

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Mikratkamera Uranus M

Geheimdienste nutzten im Kalten Krieg modernste Fototechnik, um wichtige Dokumente auf ein möglichst geringes Maß zu verkleinern und dann unauffällig zu schmuggeln. Zu diesem Zweck entwickelten die Techniker der Stasi die sogenannten Mikratkameras. Einige dieser außergewöhnlichen Kameramodelle sind im Deutschen Spionagemuseum zu sehen. Die Uranus M wurde speziell für die Auslandsaufklärung der DDR entwickelt.

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Skorpion vz.61 im Aktenkoffer

Zum Schutz von Informationen setzen Geheimdienst nicht nur Kryptografie und Sicherheitssoftware, sondern auch Waffen ein. Zu den kreativen Lösungen im Kalten Krieg, eine schnell einsetzbare Waffe mit großer Breitenwirkung mitzuführen, gehörte diese Skorpion-Maschinenpistole, die in einem Aktenkoffer verbaut wurde. Besonders praktisch: Die Waffen musste zum Abfeuern nicht herausgenommen werden, sondern war sofort einsatzbereit.

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PETAL-Kamera

Zur verdeckten Fotografie wurden bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts Mini-Kameras entwickelt. Ein besonderes Exemplar einer Mini-Kamera ist im Deutschen Spionagemuseum zu sehen: die PETAL-Kamera. Sie war mit einem Durchmesser von gerade einmal 27 mm die kleinste Kleinbildkamera der Welt. Damit ließ sie sich problemlos in der Handfläche verbergen.

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