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Enigma

Die Enigma – Ein Name, viele Rätsel

Enigma des Deutschen SpionagemuseumHört und liest man von Chiffriermaschinen, die während des Zweiten Weltkrieges genutzt wurden, fällt immer das Stichwort „Enigma“. Entgegen mancher Annahme heißt der aus dem Griechischen stammende Begriff übersetzt nicht „Geheimnis“, sondern „Rätsel“. Und dass unter diesen Namen eine ganze Reihe von Geräten fällt, geht ebenso häufig unter.

Die Geschichte der Enigma-Familie beginnt mit der Enigma A, die 1923 vom deutschen Ingenieur Arthur Scherbius der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Zu ihrer großen Berühmtheit gelangte diese Rotorchiffriermaschine vor allem aber durch die von den Nationalsozialisten verwendeten Enigma-Varianten. So verwendete die Marine in ihren U-Booten eine „M4“ genannte Version, der militärische Geheimdienst ein Gerät mit der Bezeichnung „G“.

Eines der wahrscheinlich meistgenutzten Modelle – die Enigma I – kann als Original im Deutschen Spionagemuseum in allen Details bestaunt werden. Das ausgestellte Modell ist etwa 12 Kilogramm schwer und war im Heer im Einsatz. Darauf verweist die Beschriftung der Walzen, die mit den Zahlen 1-26 versehen sind. Die neben der Enigma I liegende, einzelne Walze gehört zu einer Enigma-Maschine der Marine – sie trägt statt Zahlen die Buchstaben A-Z.Enigma des Deutschen Spionagemuseum

Im Deckel sind verschiedene Hinweise für täglichen Gebrauch angebracht. Sie enthielten keine geheimen Informationen über den Code der Nazi-Chiffriermaschine, sondern sollten vor allem die Funktionsfähigkeit des Gerätes sichern. Das hieß für den einfachen Soldaten vor allem eins: Putzen! Regelmäßige Reinigung sollte die Kontakte in Ordnung halten und Übertragungsfehler vermeiden.

Übertragungsfehler waren indes nicht der Grund, weshalb die Enigma entschlüsselt wurde. Dies gelang vor allem einigen genialen Mathematikern, die andere technische Fehler aber auch Fehler bei der Bedienung ausnutzten. Marian Rejewski und Alan Turing sind die bekanntesten Namen. Viele weitere Experten halfen jedoch, den Code zu knacken. Lesen Sie die Geschichte der Entschlüsselung in unserem Blog.