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Die Sammlung des Deutschen Spionagemuseums

Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln sind die Aufgaben eines jeden Museums. Keine dieser Aufgaben ist ohne die Sammlung durchführbar, sie bildet die Grundlage für jede Museumsarbeit. In fast jedem Museum ist nur ein Bruchteil der Sammlung der Öffentlichkeit in der Dauerausstellung zugänglich, der Rest schlummert im Depot unter den Augen von Museologen und Historikern.

Das Deutsche Spionagemuseum hat eine einzigartige Sammlung von Objekten aus der Geschichte der Spionage zusammengetragen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg, ferner besitzt das Haus eine große Sammlung von Requisiten aus James Bond-Filmen. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, stellen wir an dieser Stelle ausgewählte Objekte aus unseren Sammlungsbeständen vor.

Codename „Harpoon“ – FS 5000

Ein besonderes Kapitel der NATO-Strategie im Kalten Krieg stellten die „Stay-behind-Organisationen“ dar. Dabei handelte es sich um geheime paramilitärische Spezial-Einheiten. Die Ausstellung des Deutschen Spionagemuseums zeigt einen Ausrüstungsgegenstand solcher Stay-behind-Einheiten: Das FS 5000, ein digitales Daten-Kommunikationssystem, das ab den frühen 1980er Jahren von der deutschen AEG Telefunken AG mit Sitz in Frankfurt (Main) entwickelt und konstruiert wurde.

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Infrarot-Aktenkoffer

Die Observation bei Nacht oder generell bei schlechten Sichtverhältnissen stellt für Geheimdienste immer ein Problem dar. Insbesondere vor der Entwicklung hochauflösender Digitalkameras machten sich die Technikabteilungen Gedanken darüber, wie Agenten aussagekräftige Fotoaufnahmen bei Dunkelheit anfertigen können, ohne einen verdächtigen Blitz zu nutzen. Eine Lösung, die in unterschiedlichen Varianten Anwendung fand, war der Einsatz von Infrarotlicht.

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Funkempfänger Sweetheart

Mit Erfindung der Funktechnik im 19. und der Weiterentwicklung im 20. Jahrhundert änderten sich die Arbeitsweisen von Militär und auch Geheimdiensten deutlich. Für die militärische Nutzung war vor allem die höhere Geschwindigkeit bei der Nachrichtenübertragung von Vorteil, während Spione und Agenten die Möglichkeit schätzten, im Geheimen kommunizieren zu können. Dies führte zu einer großen Zahl

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Streichholzschachtelkamera

Im Kalten Krieg gehörten Mikratkameras zu den fototechnisch fortschrittlichsten Kleinstgeräten und waren perfekt für Spionagezwecke einsetzbar. Sie haben zwei elementare Vorteile: Einerseits lassen sie sich aufgrund ihrer handlichen Maße in unterschiedlichsten Tarnungen verbauen. Zusätzlich produzieren diese Spionagekameras winzige Bilder, sogenannte Mikrate oder Mikropunkte. Bei diesem Verfahren werden Schriftstücke um den Faktor 150

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Krawattenkamera

Agenten bedienen sich zur verdeckten Informationssammlung verschiedener Kleinstgeräte – dabei handelt es sich oftmals um außergewöhnliche Spezialanfertigungen. Die Kleinstformatkamera „Totschka“ (Dt.: Punkt) wurde vom sowjetischen Geheimdienst KGB zu Spionagezwecken eingesetzt. Wie viele andere berühmte Kamerasysteme wurde auch dieses Modell von KMZ (Krasnogorsker Mechanikfabrik) produziert. Das Unternehmen mit Sitz in der Nähe von

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Microfilmcontainer „Krebs“

Zu jeder Zeit mussten Geheimdienste immer neue Möglichkeiten finden, um Informationen oder Gegenstände heimlich zu verstecken, zu transportieren oder auszutauschen. Während der Hochzeit der Spionage in Deutschland im Kalten Krieg etablierten sich zu diesem Zweck zwei Systeme: Container, mit denen zum Beispiel auf Mikrofilm gespeicherte Nachrichten geschmuggelt werden konnten, und tote Briefkästen

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Geruchskonserve

Der Geruch jedes Menschen ist ebenso singulär wie sein Fingerabdruck. Dementsprechend werden Hunde schon seit mehreren Jahrhunderten für die Spurensuche nach Menschen eingesetzt. Die kriminalistische Verwendung von Gerüchen erfuhr ab Beginn des 20. Jahrhunderts eine starke Professionalisierung, etwa durch die Aufnahme von Geruchsproben auf absorbtionsfähige Materialien und

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Kryptex als Spionage-Instrument

Das Kryptex

Das Kryptex genannte Gerät erzählt eine etwas andere Geschichte als die Sammlung des Deutschen Spionagemuseums insgesamt. Denn das gut gesicherte Geheimversteck ist eine reine Erfindung und vor allem durch den Roman The Da Vinci Code (dt.: Sakrileg) aus dem Jahr 2003 und die gleichnamige Verfilmung bekannt. Dan Brown dachte sich das

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Chiffriermaschine M-125-3 Fialka – die russische Enigma

Von der sowjetischen Chiffriermaschine Fialka existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten. Ähnlich wie bei der deutschen Enigma dient der Codename, der aus dem Russischen übersetzt „Veilchen“ bedeutet, für Geräte unterschiedlicher Entwicklungsstadien. Das Ursprungsmodell, die  M-125, wurde ab Mitte der 1950er Jahre in der UdSSR produziert. Ab Ende der 1960er folgte eine erweiterte Baureihe namens M-125-3. Beide Varianten

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Fotosnaiper

Für besondere Spionageeinsätze brauchen Agenten natürlich die geeignete technische Ausrüstung, sei es zur Nahobservation mit Mikrat-Kameras oder zur Fernüberwachung mit dem Fotosnaiper. Eine solche außergewöhnlich designte Spionagekamera aus den 1980er Jahren ist im Deutschen Spionagemuseum zu sehen. Entwickelt wurde der Fotosnaiper von KMZ (Krasnogorsker Mechanikfabrik) mit Sitz in der

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