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Die Sammlung des Deutschen Spionagemuseums

Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln sind die Aufgaben eines jeden Museums. Keine dieser Aufgaben ist ohne die Sammlung durchführbar, sie bildet die Grundlage für jede Museumsarbeit. In fast jedem Museum ist nur ein Bruchteil der Sammlung der Öffentlichkeit in der Dauerausstellung zugänglich, der Rest schlummert im Depot unter den Augen von Museologen und Historikern.

Das Deutsche Spionagemuseum hat eine einzigartige Sammlung von Objekten aus der Geschichte der Spionage zusammengetragen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem 2. Weltkrieg und dem Kalten Krieg, ferner besitzt das Haus eine große Sammlung von Requisiten aus James Bond-Filmen. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, stellen wir an dieser Stelle ausgewählte Objekte aus unseren Sammlungsbeständen vor.

Chiffriermaschine M-125-3 Fialka – die russische Enigma

Von der sowjetischen Chiffriermaschine Fialka existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten. Ähnlich wie bei der deutschen Enigma dient der Codename, der aus dem Russischen übersetzt „Veilchen“ bedeutet, für Geräte unterschiedlicher Entwicklungsstadien. Das Ursprungsmodell, die  M-125, wurde ab Mitte der 1950er Jahre in der UdSSR produziert. Ab Ende der 1960er folgte eine erweiterte Baureihe namens M-125-3. Beide Varianten

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Fotosnaiper

Für besondere Spionageeinsätze brauchen Agenten natürlich die geeignete technische Ausrüstung, sei es zur Nahobservation mit Mikrat-Kameras oder zur Fernüberwachung mit dem Fotosnaiper. Eine solche außergewöhnlich designte Spionagekamera aus den 1980er Jahren ist im Deutschen Spionagemuseum zu sehen. Entwickelt wurde der Fotosnaiper von KMZ (Krasnogorsker Mechanikfabrik) mit Sitz in der

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Bulgarischer Regenschirm

Der „Bulgarische Regenschirm“ – eine spektakuläre Mordtheorie auf dem Prüfstand. Am 7. September 1978 wurde der bulgarische Dissident Georgi Markow in London Opfer eines Giftanschlags. Kurz vor seinem Tod berichtete Markow dem behandelnden Arzt, er sei vom KGB vergiftet worden und erwähnte einen Mann mit Regenschirm. Tatsächlich fand sich eine winzige Kugel in Markows Oberschenkel,

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Beobachtungskomplex

Nadelöhrobjektiv und Binokular als Hilfsmittel für Romeo-Methode und Honigfalle Mit dieser Kombination aus langgezogenem Objektiv und Binokular versuchte die Stasi in den 1980er Jahren, unbemerkt Vorgänge in geschlossenen Räumen zu dokumentieren. Vorteil der Methode war, dass sich Kamera und Spion nicht im selben Zimmer, sondern in einem Nebenraum befanden. So konnte man neben Wohnungen auch

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Schnellgeber

Codewandlergerät für Stasi-Agenten im Auslandseinsatz Mit diesem als „Schnellgeber“ bezeichneten Codewandlergerät waren Stasi-Agenten im Auslandseinsatz in der Lage, abhörsicher Informationen nach Ost-Berlin zu übermitteln. Prominentester Benutzer eines solchen Codewandlers war Rainer Rupp, der unter dem Decknamen Topas von 1977 bis 1989 im NATO-Hauptquartier in Brüssel arbeitete. Dort hatte er Zugang zu militärstrategischen Dokumente der höchsten

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Enigma

Die Enigma – Ein Name, viele Rätsel Hört und liest man von Chiffriermaschinen, die während des Zweiten Weltkrieges genutzt wurden, fällt immer das Stichwort „Enigma“. Entgegen mancher Annahme heißt der aus dem Griechischen stammende Begriff übersetzt nicht „Geheimnis“, sondern „Rätsel“. Und dass unter diesen Namen eine ganze Reihe von Geräten fällt, geht ebenso häufig unter.

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