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Deutsches Spionagemuseum zeichnet besten Schülerzeitungs-Beitrag zum Thema „Daten als Währung“ aus

In der vergangenen Woche konnten sich 37 Zeitungen über einen Preis beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2019 freuen. 14 von ihnen wurden für herausragende themenspezifische Beiträge mit einem Sonderpreis geehrt.

Der mit 1000€ dotierte Preis des Deutschen Spionagemuseums stellte das Thema „Daten als Währung“ in den Mittelpunkt. Aus dutzenden Einsendungen wählte die Jury den Beitrag „Nicht alles, was glänzt, ist Gold“ der Schülerzeitung „Der Spargel“ des Erich-Kästner-Gymnasium aus Laatzen bei Hannover.

In einem Kommentar setzt sich der Chefredakteur der Zeitung, Lukas Jeremy Hurst, differenziert mit unterschiedlichen Aspekten von Social Media auseinander. Einerseits verweist der Autor auf den revolutionären Charakter von Smartphone sowie Apps, die den Umgang der Menschen miteinander stark gewandelt haben und durchaus positive Auswirkungen haben können. Andererseits vergisst der Autor jedoch nicht, auf mögliche Gefahren einer unbedachten Nutzung hinzuweisen. Denn: „Soziale Medien bezahlen wir teurer als gedacht!“ – mit unseren Daten. Die Dienste, die wir häufig nutzen, kosten in der Regel keine oder nur eine kleine Gebühr. Unser monatlicher Unkostenbeitrag fließt stattdessen in Form von Nutzerdaten an die Betreiber der Apps, die somit perfekt zugeschnittene Werbe-Slots verkaufen können.

Was also tun in einer digitalen Welt, in der es weder klares schwarz oder weiß, sondern eine ganze Menge grau gibt?

Lukas Jeremy Hurst gibt zu, selbst eifriger Nutzer von Social Media zu sein – was anhand seines Instagram Profils, das wir innerhalb kurzer Zeit fanden, auch deutlich wird. Doch genau hierdurch zeichnet sich sein Beitrag ganz besonders aus. Er will nicht verbieten, sondern mahnt einen bewussteren Umgang mit den Diensten an, die wir mittlerweile ganz selbstverständlich in unseren Alltag integriert haben.

Der Beitrag schließt mit einem Appell an Schulen, Eltern und die Gesellschaft: neue Technologien sollten nicht verteufelt werden – vielmehr müsse man den Umgang mit ihnen so früh wie möglich erlernen. Nur so könne man die Folgen des eigenen Handels auch abschätzen.

Mit diesem Appell fasst Lukas Jeremy Hurst ein wesentliches Anliegen des Deutschen Spionagemuseums perfekt zusammen. Wir freuen uns daher besonders diesen Beitrag auszuzeichnen und den Preis im Juni in direkter Nachbarschaft verleihen zu dürfen. Die Feier mit allen Gewinnern findet im Bundesrat statt.